Psychotherapeutische Praxis          in Hamburg Sülldorf                                        
                         

Was ist systemische Kurztherapie?

Kurzzeittherapie geht davon aus, dass es hilfreicher ist, sich auf Wünsche, Ziele, Ressourcen und Ausnahmen vom Problem zu konzentrieren anstatt auf Probleme und deren Entstehung. In der Regel werden für eine zufriedenstellende Situation zwischen 5 und 12 Sitzungen benötigt.


Die systemische Kurzzeittherapie ist eine Therapieform, die in den 60 er, 70 er und 80 er Jahren des 20. Jahrhunderts nach und nach in den USA, Deutschland und Italien entstand. Die Therapie gilt seit dem 14.12.2008 in Deutschland durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie" als wissenschaftlich anerkannt.

 

Die systemische Therapie geht davon aus, dass sich Menschen in verschiedenen Umfeldern (Systemen) hinsichtlich dieser Umgebung passend oder unpassend verhalten.

Eine psychische Erkrankung eines einzelnen Patienten wird als ein Symptom für eine Störung im Verhalten- oder Kommunikationsmuster des Systems gesehen. System steht für Partnerschaft, Familie oder das weitere Umfeld.

In der Systemischen Kurzzeittherapie werden soziale oder psychische Auffälligkeiten nicht als "krank" bzw. pathologisch , sondern als verstehbare Reaktion auf Probleme oder Anforderungen gesehen, die gelegentlich selbst problematisch sein können.

Gestützt wird diese Therapieform durch aktuelle Forschungsergebnisse der Hirnforschung, insbesondere dem Konzept der Neuroplastizität: Diese besagt, dass das Gehirn seine Struktur und seine damit zusammenhängende Funktion laufend verändert und der gemachten Erfahrung anpasst.

Die Systemische Kurzzeittherapie startet mit einer möglichst genauen Auftragsklärung, d.h. die konkreten Ziele der Therapie werden zeitnah mit dem Klienten geklärt. 

Ziele können sich im Verlauf mehrerer Sitzungen ändern und werden dann neu formuliert.

Manchmal sind nur wenige Termine nötig, um neue Erkenntnisse aus den Sitzungen mitzunehmen. Damit liegt ein Schwerpunkt in der Eigeninitiative der Klienten, die mit den sog. "Hausaufgaben" neues Verhalten in ihrer eigenen Lebenspraxis ausprobieren.

Die Systemische Therapie ist nicht problem- orientiert, sondern entwickelt Lösungen und     arbeitet damit an konkreten Veränderungen,           die sich aus den Problemen ergeben.